Leben und Wohnen in der Schweiz

Umgangsformen
Gründlich und korrekt sollen sie sein, wirtschaftlich geschickt und neutral, das wird den Schweizern nachgesagt. Tatsächlich wird in der Schweiz Wert auf korrekte Anreden gelegt: Eine erwachsene Person wird gesiezt, Titel werden mitgenannt und auch das Dutzen zwischen gleichaltrigen erwachsenen Personen wird nur in der Familie und im engen Freundeskreis gebraucht.
Unter Freunden ist es üblich, sich nach schweizer Gründlichkeit nicht nur mit zwei, sondern mit drei Küsschen auf die Wange zu begrüßen. Geht man abends zusammen aus, so zahlt meistens eine Person für alle, im Gegenzug wird von den Eingeladenen erwartet, beim nächsten Mal die Rechnung zu begleichen.
Generell sind die Schweizer sehr höflich, sowohl im alltäglichen Leben wie an der Kasse im Supermarkt, als auch im respektvollem Umgang unter Freunden und Kollegen.
Ausländern, den sogenannten Fremden, stehen die Schweizer etwas zurückhaltender gegenüber. Die Eidsgenossenschaft ist noch kein multikultureller Staat und die Schweizer wollen von ihren Besuchern genauso neutral behandelt werden, wie sie sich selbst geben: Witze über Geld, Bankenwesen, Militär sowie der Versuch des Nachahmens von Schwyzerdeutsch werden zwar mit einem freundlichen Lächeln gebilligt, werden aber eigentlich als vollkommen unangebracht empfunden.

Unterkunft
Bei den meisten Sprachschulen wird eine Unterkunft gestellt, ansonsten findet man auch in Studentenwohnheimen Möglichkeiten zur Zwischenmiete. Wer während der Sprachreise noch etwas in der Schweiz reisen möchte, sollte in Jugendherbergen wohnen, die zwar etwas teurer als in anderen Ländern sind, dafür aber einen hohen Standart aufweisen.

Kosten
Die Schweiz hat, im weltweiten Vergleich, eines der höchsten Bruttoinlandsprodukte. Das führt dazu, dass die Lebenshaltungskosten relativ hoch sind. Teuerste Region in der Schweiz sind die Stadt und der Kanton Zürich.
Hohe Preise sorgen in der Schweiz meistens für gute Qualität, z.B. sind Wohnheimzimmer mehr als doppelt so teuer im Vergleich zu Deutschland, aber vom Standart deutlich besser.
Wenn man den Sprachaufenthalt in der Schweiz verlägern möchte und eine entsprechende Aufenthaltsgenehmigung vorweisen kann, findet man sehr leicht einen gut bezahlten Teilzeitjob, z.B. im Callcenter oder als Nachhilfelehrer.
Mobilität in der Schweiz ist einfach: Die Schweizer Bahn (SBB) ist gut ausgebaut und hält auch in den entlegensten Dörfern. Preislich ist sie zwar recht teuer, dafür gibt es aber sehr gute Angebote, beispielsweise kann man sich als unter 26jähriger das „Gleis 7“ kaufen, ein Ticket, mit dem man in der gesamten Schweiz nach 19 Uhr kostenlos reist.

Medizinische Hinweise
Besondere Maßnahmen sind nicht erforderlich. Für Staatsangehörige der EU-Staaten gilt die Europäische Krankenversicherungskarte, eine Auslandskrankenversicherung muss deshalb nicht abgeschlossen werden.

Wir empfehlen sich vor einer Sprachreise mit aktuellen Informationen von der Homepage des Auswärtigen Amtes zu versorgen. Siehe auch Sicherheitshinweise Schweiz.

In folgenden Orten der Schweiz gibt es Sprachschulen:

Schweiz: Sprachen lernen

Die Sprachschulen in der Schweiz bieten den Sprachschülern an folgende Sprachen zu lernen:

Sprachreise-Anbieter für Schweiz

  • Boa Lingua - Sprachreisen weltweit
  • Eurocentres
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  • Sema