Italien: Kultur

Kultur
Was wohl jedem im Zusammenhang mit Italien in den Sinn kommt ist die Lebensart des so genannten süßen Lebens „la dolce vita“, womit die Italiener eine angenehme, unkomplizierte Lebensart meinen. Italien ist weltbekannt für seine Kunst und Kultur sowie für seine historischen Gebäude wie etwa das Kolosseum und den schiefen Turm von Pisa. Einen ebenso guten Ruf haben Italiens Küche, der Wein, die Eleganz, das Design, Film, Theater, Literatur, Poesie, Malerei und Musik (insbesondere die Oper). Allgemein gesprochen steht Italien eigentlich für guten Geschmack. Auf dem Gebiet der Malerei, Bildhauerei und Architektur brachte Italien eine Fülle bedeutender Persönlichkeiten hervor, wie zum Beispiel Leonardo da Vinci, Botticelli, Raphael, Fra Angelico und Michelangelo.

Soziales Verhalten/Umgangsformen
In Italien wird viel Wert auf herzliche Begrüßungen gelegt. Wenn mit Küsschen begrüßt wird (allerdings auch hier nur bei Freunden und guten Bekannten) dann zweimal (auf jede Wange ein Küsschen, rechts beginnend). Danach ist es üblich, nach dem Befinden zu fragen. Generell ist Augenkontakt bei Unterhaltungen sehr wichtig. Und der Abstand im Gespräch ist oft deutlich enger als in Deutschland. Frauen werden in Italien oft Komplimente gemacht - auch VON Frauen. Floskeln wie scusi, per favore, grazie (Entschuldigung, Bitte, Danke) werden oft benutzt. Gefallen oder Einladungen sollten niemals abgelehnt werden, da das als unhöflich empfunden werden kann. Wenn man bei einer Einladung ist und neue Leute kennen gelernt hat, ist es ein Muss, sich später auch von ALLEN zu verabschieden. Italiener achten sehr auf gepflegte Kleidung in der Öffentlichkeit und anstößige Kleidung kann (bes. in Touristenstädten oder auch an manchen Stränden) sogar mit Geldstrafen belegt werden. Nacktbaden oder Sonnen ist in Italien eigentlich auch verboten, setzt sich aber durch. Außerdem wichtig zu wissen ist, dass Titel eine große Bedeutung haben , das heißt (fremde) Studierte sollten mit „dottore“ und (fremde) Lehrer mit „professore“ angesprochen werden. Dass Frauen in Italien auf der Straße mit Bier oder anderen Alkoholflaschen in der Hand herumlaufen wird nicht gern gesehen (vor allem in Kleinstädten). Kinder genießen im Gegensatz nahezu Narrenfreiheit und Lärm, zum Beispiel, wird in Italien nicht wie in Deutschland getadelt. Es herrscht Rauchverbot in öffentlichen Einrichtungen wie Restaurants und auch Zügen und Rauchen ist nur in dafür vorgesehenen Zonen oder draußen erlaubt. Cafés sind wichtige soziale Treffpunkte, wo bei einem Bier oder Caffè über Gott und die Welt geplaudert wird. Essen wird in Italien bekanntermaßen sehr groß geschrieben. Es gibt immer sehr viel, besonders wenn mit Gästen oder der ganzen Familie gegessen wird, und das Essen dauert viel länger als in Deutschland. Oft wird auch später gegessen. Abendessen gibt es meist etwa 20-21 Uhr. Nachmittags von ca. 13-16/17 Uhr haben die Läden oft geschlossen.

Essen
Ein italienisches Frühstück ist nicht üppig, meist besteht es nur aus Espresso (der in Italien übrigens nicht als Espresso, sondern als „caffè“ bestellt wird - will man also einen „normalen deutschen“ Kaffee, bekommt man ihn nicht, wenn man einen „caffè“ bestellt, sondern muss einen „caffè americano“ bestellen) und dazu vielleicht etwas Kuchen oder süßes Gebäck. Deutsches Frühstück, wie man es hier gewohnt ist, also mit Brötchen usw. gibt es in Italien eher nicht. Manchmal werden allerdings auch Hörnchen/Croissants (cornetti) gegessen. In Italien isst man meistens 2 Mal am Tag warm (mittags und abends). Das Mittagessen findet hier ebenfalls etwas später statt als in Deutschland (ca. 13-15 Uhr). Das italienische Abendessen ist oft sehr üppig mit Pasta, Fisch/Meeresfrüchten, Fleisch, Gemüse, Frittiertem und Brot, Käse und Wurst. Als Zwischenmahlzeiten werden tramezzini (Sandwiches) oder pasta (Achtung: nicht Nudeln, sondern Teigwaren wie Kuchen u.ä.) gegessen. Generell gibt es zu jedem Essen (außer dem Frühstück) Wein. Geht man auswärts Essen (aber durchaus auch zu Hause) sind mehrere Gänge üblich (Vorspeisen – antipasti, primo piatto – erster Gang, secondo piatto (zweiter Gang) und Dessert). Gäste sind in Italien übrigens verpflichtet, im Restaurant die Rechnung mitzunehmen, was dabei helfen soll, die Steuerhinterziehung einzudämmen. Wenn man auswärts essen geht, bekommt man beim Bezahlen zunächst das gesamte Wechselgeld genau wieder und lässt anschließend erst, wenn man zufrieden war, noch Trinkgeld liegen. Nach dem Essen wird üblicherweise ein Espresso (caffè) und/oder Kräuterlikör (Ramazotti, Montenegro) getrunken. Wenn man bei Leuten zum Essen eingeladen ist, muss man sich darauf einstellen, dass es sehr viel gibt. Man sollte daher nicht jeden Gang aufessen, sondern lieber etwas auf dem Teller lassen, was nicht schlimm ist oder gar als unhöflich gilt. Dafür sollte man von allem probieren, da dies sonst als Beleidigung dem Gastgeber gegenüber aufgefasst werden kann. Gleiches gilt übrigens auch beim Trinken: auch hier sollte man kein Angebot ablehnen.

Religion
Italien ist ein überwiegend katholisch geprägtes Land. Rund 80 Prozent der Bewohner sind Katholiken, etwa 16 Prozent sind konfessionslos. Nur ca. 3 Prozent der Einwohner Italiens gehören anderen Religionen an, davon ca. 230.000 den Zeugen Jehovas und 35.000 den Juden sowie den Protestanten und Muslimen. Die Katholische Kirche in Italien ist, wie erwähnt, traditionell einflussreich in Italien, was sich in einer hohen Zahl an Priestern (ca. 25.800) und Kardinälen (38) widerspiegelt. Außerdem hatte sie in Italien immer eine große politische Macht und erheblichen sozialen Einfluss. Im Bewusstsein des Volkes nimmt sie heute immer noch einen wichtigen Platz ein. In Italiens Schulen wird nach wie vor Religion unterrichtet.

In folgenden Orten Italiens gibt es Sprachschulen:

Italien: Sprachen lernen

Die Sprachschulen in Italien bieten den Sprachschülern an folgende Sprachen zu lernen:

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