Vor Ort

Wenn Sie sich schließlich für ein Land entschieden haben sowie für eine Sprachschule oder einen Sprachreisevermittler und auch die Anmeldung schon hinter sich gebracht haben kann es endlich losgehen.
Doch auch vor Ort gibt es einige Dinge, die Sie beachten sollten.

Unterbringung

Wo und wie Sie während Ihres Sprachkurses wohnen wollen bleibt natürlich Ihnen überlassen. Wenn Sie allerdings mit einem Sprachreisevermittler ins Ausland gehen wollen müssen Sie darauf achten, ob die Unterbringung im Programmpreis enthalten ist und um was für Unterkünfte es sich handelt. Die Grö§e, Ausstattung, Lage und Sauberkeit der Unterkünfte können im Vorfeld meistens schwerlich überprüft werden. Eventuell findet man Angaben dazu in Erfahrungsberichten ehemaliger Sprachschüler. Die meisten Anbieter bringen ihre Schüler wahlweise unter:

Je nach Unterkunftsart müssen Sie sich natürlich an einige Regeln halten bzw. auf einige Besonderheiten vorbereiten.
In einer Familie, einer WG und zumeist auch einem Hostel beispielsweise hat man zwar sein eigenes Zimmer, muss sich jedoch das Bad und auch die Küche mit vielen Mitbewohnern teilen. Das kann für sehr saubere Menschen, die viel Wert auf Hygiene legen, schon mal zum Problem werden. Auch auf Privatsphäre muss man im Rahmen dieser Wohnformen oftmals verzichten. Wenn man bei einer Gastfamilie wohnt isst man zumeist im Kreis der Familie und sollte sich auf traditionelle Küche einstellen.
Je nach Land können die auf den Tisch gebrachten Gerichte etwas ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig ausfallen. Darauf sollten Sie sich einstellen. Ebenso auf die Tischgepflogenheiten und kulturelle Besonderheiten. Informieren Sie sich darüber schon im Vorfeld, dann kann so gut wie nichts mehr schief gehen.

Der Unterricht

Achten Sie darauf, immer pünktlich zu Unterrichtsbeginn in der Sprachschule zu sein. Denn Nachzügler stören immens, und der Unterrichtsfluss wird dadurch unterbrochen.
Auch sollten Sie sich bemühen, niemals eine Unterrichtseinheit zu verpassen. Die einzelnen Stunden bauen aufeinander auf, und so kann es sein, dass Sie beim nächsten Mal schon nicht mehr mit kommen. Schließlich ist der Unterrichtsstoff aufgrund der kurzen Zeitspanne sehr komprimiert.
Selbst wenn das normalerweise nicht ihre Art ist und sie grundsätzlich gerne im Hintergrund bleiben - versuchen Sie, sich rege am Unterricht und an Diskussionen zu beteiligen. Denn dies ist die beste und effektivste Art, eine Fremdsprache zu lernen. Vor allem, wenn man die Möglichkeit hat, sich mit Muttersprachlern zu unterhalten. Bloße theoretische Kenntnisse bringen einen nur selten weiter. Erst durch Freies Reden fallen Schwachpunkte auf, an denen noch gearbeitet werden muss.

Das Rahmenprogramm / die Freizeit

Viele Menschen legen sich im Rahmen einer Sprachreise lerntechnisch extrem ins Zeug. Kein Wunder, schließlich hat man eine gewisse Summe Geld investiert, um seine Kenntnisse zu erweitern und entweder privat oder beruflich weiter zu kommen. Auch die begrenzte Zeitspanne und das Bedürfnis, diese so gut wie nur irgend möglich zu nutzen tragen zu einer hohen Lernmotivation bei.
Und doch - es handelt sich bei einer Sprachreise nicht um ein Arbeitslager, in dem rund um Uhr gebüffelt und gearbeitet werden muss. Sie haben genug Freizeit, um Land und Leute kennen zu lernen, die Kultur zu erforschen und sich - falls erwünscht - so richtig zu entspannen.
Wie Sie das tun wollen bleibt natürlich Ihnen überlassen. Im Grunde gibt es dafür drei Möglichkeiten, zwischen denen Sie wählen können.

Private Freizeitgestaltung

Eine Möglichkeit besteht darin, nur für den reinen Unterricht das Sprachschulen-Gebäude zu betreten und die Freizeitgestaltung gänzlich selbst in die Hand zu nehmen. In diesem Fall sollten Sie sich bereits vor Antritt der Reise damit auseinander gesetzt haben, was Sie in Ihrer Freizeit unternehmen wollen. Zieht es Sie beispielsweise nur an den Strand und die Promenade in der Stadt hat sich die Vorbereitung im Grunde schon erledigt. Planen Sie jedoch einen Kultururlaub, so lohnt es sich definitiv, bereits zu Hause einen Reiseführer zu kaufen und sich einen Zeitplan zu machen.
Schließlich muss man täglich zum Unterricht in der Sprachschule erscheinen und hat somit keine Zeit für ganz- oder gar mehrtägige Trips quer durchs Land. Notieren Sie sich, welche Sehenswürdigkeiten, Landschaften oder Städte bzw. Dörfer in der Umgebung Sie besuchen möchten. Für angehende Sprachschüler, die die Freizeitgestaltung selbst in die Hand nehmen wollen lohnt sich der Umweg über eine Sprachreisenvermittlung eher weniger. Denn diese begründen ihre teilweise sehr hohen Preise mit einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm und einem Rund-um-die-Uhr-Betreuungsprogramm. Sparen Sie sich die Vermittlungsgebühren und wenden Sie sich direkt an eine Sprachschule in den Land und der Stadt ihrer Wahl.

Rahmenprogramm des Vermittlers oder der Schule

Viele Sprachschüler wollen auf das organisierte Freizeitprogramm der Vermittler oder Schulen jedoch gar nicht verzichten. Die Teilnahme an Ausflügen, Partys, Grillabenden oder sonstigen Veranstaltungen mit anderen Sprachschülern ist besonders hilfreich, wenn man allein unterwegs ist oder allgemein gerne viele Leute aus der ganzen Welt kennen lernen möchte.
Natürlich kann man auch schon während des Sprachunterrichts Kontakte knüpfen, doch meistens ist man viel zu sehr mit dem Lernstoff und der Konzentration auf die nächste Aufgabe beschäftigt. Zu einem lockeren Gespräch über Gott und die Welt kommt es so nur selten. Anders kann es da natürlich mit einer Flasche Bier am Lagerfeuer aussehen.
Außerdem ist vielen Sprachurlaubern gar nicht danach, ein Freizeitprogramm selbst auf die Beine zu stellen. Sie verlassen sich lieber auf die langjährige Erfahrung der Reiseveranstalter und auf deren Gespür für interessante Ausflugsziele. Achten Sie darauf, dass nicht alle Sprachschulen ein Freizeitprogramm anbieten. Im Gegensatz dazu bieten fast alle Sprachreisevermittler einen solchen Service an. Erkundigen Sie sich also im Internet darüber, welche Anbieter für Sie in Frage kommen und welches Programm am ehesten Ihren Vorstellungen entspricht.

Eine Mischform aus beidem

Selbstverständlich können Sie die Teilnahme an einem angebotenen Freizeitprogramm auch kombinieren mit gelegentlichen selbstorganisierten Unternehmungen. So können Sie interessante Menschen kennen lernen, sich die Rosinen aus dem Rahmenprogramm des Vermittlers oder der Schule heraus picken und sich selbst noch eigene Ausflugsziele suchen, die Sie persönlich besonders interessieren.

Viel Spaß dabei!